Direkter Gentest for gPRA wird eingesetzt

Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, wurde die ursächliche Mutation für die gPRA (genetisch bedingte Retina – Atrophie) beim Schapendoes gefunden. Der direkte Test, der Mutation des Genes nachweist, welche bei erkrankten Tieren homozygot vorliegt,  wurde nun eingeführt.

Ab 1. Oktober 2008 bietet die Ruhr Universität Bochum den direkten Test auf gPRA an. Die Diagnose kann zu 100% gestellt werden. Zu Zuchtzwecken können heterozygote Tiere (sogenannte Träger) von normal – homozygoten bzw. von erkrankt homozygoten Tieren unterschieden werden. Seit dem 1. März 2018 wird der Test von der Biofocus LADR Gesellschaft für biologische Analytik in Deutschland durchgeführt.
Die Kosten des Tests belaufen sich auf € 59,50 . Sie erhalten zusammen mit dem Untersuchungsergebnis eine Rechnung über den Test.

Unter diesem Link [PDF] finden Sie ein interaktives Bestellformular für die molekulargenetische Untersuchung, das sie auf Ihrem Computer ausfüllen und ausdrucken können.

Übergeben Sie Ihrem Tierarzt dieses Schreiben und bitten Sie ihn um

1. Blutproben
Am idealsten sind nach wie vor Blutproben. Für den Test benötigt man 2 Blutproben (EDTA-Blut) a 5ml, mindestens jedoch a 3ml. Bitte die Teströhrchen mit dem Namen des Hundes, wie auf der Ahnentafel genannt, versehen.
oder
2. Schleimhautabstriche von der Mundschleimhaut

Falls eine Blutentnahme nicht möglich ist (z.B. bei Welpen), können vom Tierarzt mittels eines Watteträgers Abstriche von der Mundschleimhaut genommen werden. Wichtig hierbei ist, dass nicht nur Speichel, sondern auch Gewebe mit abgestrichen wird. Dazu sollte der saubere Watteträger mindestens 10x  an der Innenseite des Wangens gerieben werden. Es sollten 3 oder mehr Proben genommen werden, die, im Falle der Testreihe eines gesamten Wurfes, natürlich für jeden Welpen getrennt, am Besten in entsprechend beschrifteten Kunststoffröhrchen oder Zip-Lock Tüten auf den Weg gebracht werden.

Des Weiteren fügen Sie bei:
3. Eine Kopie der Original – Ahnentafel des Hundes
4. Wenn vorhanden, die Kopie des Befundes der letzten Augenuntersuchung durch einen DOK/ECVO – Augenarzt und
5. Den ausgefüllten und unterschriebenen Anforderungsbogen

Bitte schicken Sie alles zusammen an die Ruhr-Universität Bochum

Wichtig:
Die Blutproben und/oder die Schleimhautabstriche sollten möglichst am Wochenanfang genommen warden, damit  sie ihr Ziel noch innerhalb der entsprechenden Woche erreichen.

Bereits indirekt getestete Hunde
Zwischen Marker und Mutation liegen ca. 1,6 Megabasen. Wie auch nach einschlägigen Erfahrungen nicht anders zu erwarten, wurde in dieser großen Region in ~1 % der untersuchten Hunde eine Rekombination zwischen Marker und Mutation identifiziert. Bei den untersuchten Hunden war ausschließlich das sog. b-Allel von der Rekombination betroffen. Deshalb empfehlen wir einen direkten Gentest für alle bereits typisierten Schapendoes anzufordern, deren indirekter Markertest zumindest ein b-Allel aufweist.
Daher ist es in den Fällen, in dem ein Schapendoes mit einem Ergebnis des indirekten Tests mit ab getestet wurde erforderlich, das Ergebnis des  indirekten Tests durch den direkten bestätigen zu lassen.
Eine  weitere Blutentnahme ist dazu nicht notwendig.
Bitte füllen Sie lediglich den Bogen entsprechend aus und vergessen Sie nicht die Untersuchungsnummer (PRASD) des indirekten Tests im entsprechenden Feld anzugeben.
Das Ergebnis wird Ihnen an die angegebene Adresse zugeschickt. Die Kosten dieses Testes belaufen sich auf € 30.-